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Strom- und Wasserverbrauch pro Stellplatz erfassen: Von der Ablesung bis zur Rechnung

13 Min. Lesezeit

In ganz Europa entgeht vielen Campingplatzbetreibern ein erheblicher Teil ihrer Stromeinnahmen durch Pauschalpreismodelle, die Vielverbraucher auf Kosten sparsamer Gäste begünstigen. Die Lösung ist im Prinzip einfach, wird in der Praxis aber erstaunlich selten umgesetzt: eine Verbrauchserfassung, die den Verbrauch an jedem einzelnen Stellplatz misst und den Gästen nur das berechnet, was sie tatsächlich nutzen. Dieser Artikel erklärt, warum die stellplatzbezogene Verbrauchserfassung wichtig ist, wie die Technik funktioniert, welche praktischen Aspekte zu beachten sind und wie Betreiber ein faires, kostentransparentes Abrechnungssystem einführen können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Pauschale Strompreise auf Campingplätzen führen zu einer ungerechten Kostenverteilung und schmälern die Einnahmen des Betreibers.
  • Die stellplatzbezogene Verbrauchserfassung ermöglicht eine genaue, verbrauchsbasierte Abrechnung für jeden Gast.
  • Moderne Erfassungssysteme kombinieren intelligente Zähler, Fernüberwachung und automatisierte Abrechnungssoftware.
  • Ein gut implementiertes Erfassungssystem sichert Einnahmen und reduziert langfristig Streitigkeiten.
  • Dieselben Prinzipien gelten für die Wassererfassung, sodass Betreiber beide Medien fair abrechnen können.

Warum pauschale Stromabrechnung für Campingplätze ein Problem ist

Seit Jahrzehnten bündeln viele Campingplätze den Strom in der Stellplatzgebühr oder berechnen einen festen Tageszuschlag. Auf den ersten Blick erscheint das einfach. In Wirklichkeit entstehen dadurch erhebliche Ungleichgewichte.

Das Vielverbraucher-Problem: Ein Wohnmobil mit Klimaanlage, Kühlschrank, Kaffeemaschine und Elektroheizung kann pro Tag weit mehr Strom verbrauchen als ein Zeltcamper, der nur sein Handy lädt. Bei einem Pauschalmodell zahlen beide dasselbe. Sparsame Nutzer subventionieren faktisch die Vielverbraucher.

Einnahmenverluste: Da die Strompreise in den letzten Jahren stark gestiegen sind, hat sich die Lücke zwischen dem, was Betreiber an ihren Versorger zahlen, und dem, was sie von den Gästen zurückbekommen, vergrößert. Auf einem Platz mit vielen Stellplätzen summiert sich selbst ein geringer täglicher Fehlbetrag pro Stellplatz über eine ganze Saison zu einem erheblichen Verlust.

Streitigkeiten mit Gästen: Wenn Gäste nicht wissen, wofür sie bezahlen, entstehen Beschwerden. Eine transparente, aufgeschlüsselte Abrechnung reduziert Reibungspunkte und schafft Vertrauen.


Was stellplatzbezogene Verbrauchserfassung bedeutet

Stellplatzbezogene Verbrauchserfassung bezeichnet die Installation einzelner Stromzähler an jedem Stellplatzanschluss – auch Versorgungssäule oder Stromsäule genannt –, sodass der Betreiber den Verbrauch jedes Gastes separat erfassen und eine verbrauchsbasierte Rechnung erstellen kann.

Das Konzept entspricht der Art, wie Mehrfamilienhäuser Unterzähler nutzen: Ein Hauptzähler erfasst den Gesamtverbrauch des Platzes, während einzelne Unterzähler den Verbrauch pro Einheit messen. Der Betreiber bezieht Strom zu einem Gewerbe- oder Großhandelstarif und gibt die Kosten zu einem festgelegten kWh-Preis an die Gäste weiter.

Derselbe Ansatz funktioniert auch für Wasser. Durch die Installation von Wasserzählern an jedem Stellplatz können Betreiber den tatsächlichen Wasserverbrauch abrechnen, anstatt die Kosten zu tragen oder sie ungleichmäßig über Pauschalen zu verteilen.

Kernkomponenten eines stellplatzbezogenen Erfassungssystems

Ein vollständiges stellplatzbezogenes Erfassungssystem umfasst typischerweise folgende Komponenten:

KomponenteFunktion
Intelligenter Unterzähler pro SäuleErfasst kWh- oder Literverbrauch in Echtzeit
Datenlogger oder KommunikationsmodulÜberträgt Messwerte via M-Bus, Modbus, MQTT oder Funkprotokolle
Zentrale VerwaltungssoftwareAggregiert Daten, ordnet Messwerte den Gastbuchungen zu
AbrechnungsmodulErstellt aufgeschlüsselte Rechnungen oder integriert sich in das Property-Management-System
Fernschalter oder SicherungsautomatErmöglicht ferngesteuertes Ein-/Ausschalten pro Stellplatz
Anzeigeeinheit (optional)Zeigt Gästen ihren aktuellen Verbrauch an

Technologien moderner Erfassungssysteme

Es gibt verschiedene Technologiepfade mit unterschiedlichen Kosten- und Komplexitätsprofilen.

Kabelgebundene M-Bus-Systeme

M-Bus (Meter-Bus) ist ein europäischer Standard für die Fernablesung von Versorgungszählern. Kabelgebundener M-Bus ist zuverlässig und genau, was ihn zur bevorzugten Wahl für permanente Campingplatz-Infrastruktur macht. Der Nachteil sind die Verkabelungskosten, die auf großen Plätzen mit weit verteilten Stellplätzen erheblich sein können.

Funk- und LoRaWAN-Systeme

Funkbasierte Verbrauchserfassung mit LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) oder ähnlichen Protokollen macht dedizierte Zählerablese-Kabel überflüssig. Ein einzelnes LoRaWAN-Gateway kann einen ganzen Campingplatz abdecken. Diese Systeme werden zunehmend für Nachrüstungen eingesetzt, da sie nur minimale Tiefbauarbeiten erfordern.

MQTT-basierte IoT-Integration

MQTT (Message Queuing Telemetry Transport) ist ein leichtgewichtiges Nachrichtenprotokoll, das in IoT-Anwendungen weit verbreitet ist. Zähler und Sensoren, die über MQTT kommunizieren, können Messwerte nahezu in Echtzeit an ein zentrales System übertragen. Campsite OS bietet IoT-Konnektivität via MQTT als Beta-Funktion an, die es Betreibern ermöglicht, Strom- und Wasserzähler auszulesen und Verbrauchsdaten direkt den Stellplatzbuchungen zuzuordnen.

Powerline-Kommunikation (PLC)

PLC-Systeme übertragen Zählerdaten über die vorhandene Stromverkabelung. Das ist kosteneffektiv für Plätze, bei denen eine Neuverkabelung unpraktisch ist, wobei die Signalqualität je nach Kabelalter und Lastbedingungen variieren kann.

Integrierte Versorgungssäulen-Lösungen

Einige Hersteller bieten inzwischen Versorgungssäulen mit eingebauten Erfassungs- und Kommunikationsmodulen an. Diese All-in-One-Einheiten vereinfachen die Installation und reduzieren die Anzahl separater Komponenten.

Die Technologiewahl sollte sich nach der Platzgestaltung, der vorhandenen Infrastruktur und den IT-Fähigkeiten des Betreibers richten. Ein kleiner Familiencampingplatz hat ganz andere Anforderungen als ein großes Ferienresort.

Praktische Aspekte bei Erfassung und Abrechnung

Betreiber, die Strom oder Wasser an Gäste weiterverkaufen, sollten mehrere praktische Punkte beachten.

Zählerkalibrierung

Wenn ein Zählerstand zur Grundlage einer Gebühr auf der Gästerechnung wird, ist die Kalibrierung kein technisches Detail mehr, sondern das, was die Gebühr belastbar macht. Erwarten Sie, dass Lieferanten über Zertifizierung und regelmäßige Nachzertifizierung sprechen. Was für Ihren Platz gilt und in welchen Intervallen, ist eine Frage für einen qualifizierten Berater oder die zuständige Behörde vor Ort – klären Sie das, bevor Sie Hardware kaufen, nicht danach.

Tariftransparenz

Betreiber sollten den kWh- oder Literpreis klar kommunizieren, bevor Gäste anschließen. Versteckte Gebühren oder nachträgliche Preisänderungen führen zu Streitigkeiten und untergraben das Vertrauen.

Abrechnung und Belege

Der Weiterverkauf von Strom oder Wasser bedeutet, dafür einen ordnungsgemäßen Beleg oder eine Rechnung auszustellen, wobei die Verbrauchsgebühr separat von der Stellplatzgebühr ausgewiesen wird, anstatt sie in einer Gesamtsumme zusammenzufassen. Die Rechnungsfunktionen in Campsite OS unterstützen eine aufgeschlüsselte Abrechnung, die beides getrennt hält. Wie die Gebühr steuerlich zu behandeln ist, ist eine Frage für Ihren Steuerberater.

Bevor Sie mit dem Weiterverkauf beginnen

Den Weiterverkauf von Versorgungsleistungen an Gäste ist nicht dasselbe wie deren Einbeziehung in den Stellplatzpreis, und es kann mehr dahinterstecken als nur der Kauf von Zählern. Klären Sie mit Ihren eigenen Beratern oder der zuständigen Behörde vor Ort, was für Ihren Platz gilt, bevor die erste Rechnung verschickt wird.


Wie stellplatzbezogene Verbrauchserfassung das Gästeerlebnis verbessert

Faire Abrechnung ist nicht nur ein Vorteil für den Betreiber; sie ist auch ein Vorteil für den Gast. Moderne Camper, insbesondere solche mit Elektrofahrzeugen oder großen Wohnmobilen, sind an transparente Verbrauchsabrechnung gewöhnt. Sie erwarten sie.

Transparenz schafft Vertrauen

Wenn Gäste eine aufgeschlüsselte Abrechnung erhalten, die ihren kWh- oder Literverbrauch und den Einheitspreis zeigt, verstehen sie genau, wofür sie bezahlen. Das beseitigt den Verdacht, dass der Campingplatz durch undurchsichtige Pauschalgebühren zu viel berechnet.

Anreize zur Effizienz

Verbrauchsbasierte Abrechnung ermutigt Gäste auf natürliche Weise, Strom und Wasser effizienter zu nutzen. Gäste, die wissen, dass sie pro Einheit zahlen, schalten eher Geräte aus, wenn sie nicht gebraucht werden, oder duschen kürzer. Das reduziert den Gesamtverbrauch des Campingplatzes, was die Kosten des Betreibers senken kann.

Unterstützung der E-Ladeinfrastruktur

Die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen unter Campern macht die stellplatzbezogene Verbrauchserfassung zunehmend wichtig. Ein E-Ladevorgang kann den Verbrauch eines einzelnen Übernachtungsaufenthalts erheblich erhöhen. Ohne Verbrauchserfassung trägt der Betreiber diese Kosten entweder selbst oder erhebt pauschale Zuschläge, die Gäste ohne E-Fahrzeug benachteiligen.


Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Implementierung für Campingplatzbetreiber

Die Implementierung eines stellplatzbezogenen Erfassungssystems ist ein Projekt, das Planung, Investition und Koordination erfordert. Die folgenden Schritte bieten einen praktischen Fahrplan.

Schritt 1: Bestandsaufnahme der vorhandenen Infrastruktur

Bevor Sie Geräte kaufen, kartieren Sie die aktuelle Strom- und Wasserverteilung. Ermitteln Sie die Anzahl der Stellplätze, die Lage der Verteilerkästen und Wasserleitungen, Kabel- und Rohrverläufe sowie die Kapazität der Hauptanschlüsse. Diese Bestandsaufnahme zeigt, ob die vorhandene Infrastruktur eine Einzelerfassung unterstützt oder ob Aufrüstungen nötig sind.

Schritt 2: Abrechnungsziele und Tarifstruktur festlegen

Entscheiden Sie, wie der Verbrauch bepreist werden soll. Optionen sind:

  • Ein pauschaler Einheitspreis (am einfachsten zu kommunizieren)
  • Ein gestaffelter Tarif (niedrigerer Preis bis zu einem Schwellenwert, höherer Preis darüber)
  • Ein zeitabhängiger Tarif (niedrigere Preise nachts zur Lastverlagerung)

Die gewählte Struktur sollte den Gästen bei der Buchung und beim Check-in klar kommuniziert werden.

Schritt 3: Erfassungsgeräte auswählen und beschaffen

Wählen Sie basierend auf der Bestandsaufnahme zwischen kabelgebundenem M-Bus, Funk-LoRaWAN, MQTT-fähigen IoT-Geräten oder integrierten Säulenlösungen. Stellen Sie sicher, dass alle Zähler die erforderliche Kalibrierungszertifizierung für die Abrechnungsnutzung in der jeweiligen Rechtsordnung besitzen.

Schritt 4: System installieren und in Betrieb nehmen

Arbeiten Sie mit einem zertifizierten Elektriker und, wo erforderlich, einem registrierten Messstellenbetreiber zusammen. Nehmen Sie das Kommunikationsnetzwerk in Betrieb und überprüfen Sie, dass alle Zählerstände korrekt an die Verwaltungssoftware übertragen werden.

Schritt 5: Integration mit Buchungs- und Property-Management-Systemen

Verbinden Sie die Erfassungsplattform mit dem Property-Management-System des Campingplatzes. So können Verbrauchsdaten automatisch den Gastaufenthalten zugeordnet und in die Checkout-Rechnungen aufgenommen werden. Campsite OS unterstützt diesen Workflow durch seine IoT-Integration, die Zählerdaten via MQTT ausliest und mit der entsprechenden Buchung verknüpft. Das Rechnungsmodul erstellt dann aufgeschlüsselte Rechnungen, die Verbrauchsgebühren neben Stellplatzgebühren ausweisen.

Schritt 6: Personal schulen und mit Gästen kommunizieren

Schulen Sie das Rezeptionspersonal, um den Gästen das Abrechnungsmodell zu erklären. Stellen Sie klare Beschilderung an den Stellplätzen bereit. Erwägen Sie, Gästen eine Möglichkeit zu bieten, ihren eigenen Verbrauch zu überwachen, etwa über ein Display an der Säule oder Zugang zu einem Gästeportal.

Schritt 7: Überprüfen und optimieren

Überprüfen Sie nach der ersten vollen Saison die Daten. Analysieren Sie den durchschnittlichen Verbrauch nach Stellplatztyp, identifizieren Sie Anomalien und bewerten Sie, ob die Tarifstruktur die Kosten angemessen deckt. Passen Sie bei Bedarf an.


Wassererfassung: Dieselben Prinzipien gelten

Alles, was oben für Strom besprochen wurde, gilt gleichermaßen für Wasser. Viele Campingplätze bieten Wasseranschlüsse an jedem Stellplatz, und der Verbrauch variiert stark je nach Gästeverhalten. Eine Familie mit kleinen Kindern kann weit mehr Wasser verbrauchen als ein Alleinreisender.

Die Installation von Wasserzählern an jedem Stellplatz ermöglicht es Betreibern:

  • Gästen den tatsächlichen Wasserverbrauch fair zu berechnen
  • Lecks oder ungewöhnlich hohen Verbrauch schnell zu erkennen
  • Wassersparen zu fördern, was in Regionen mit Wasserknappheit zunehmend wichtig ist

Wasserzähler können dieselbe Kommunikationsinfrastruktur wie Stromzähler nutzen. MQTT-fähige Wasserzähler können beispielsweise Messwerte zusammen mit Stromdaten an Campsite OS übertragen, sodass beide Medien auf einer einzigen aufgeschlüsselten Rechnung erscheinen.


Alles zusammenführen mit Campsite OS

Campsite OS ist eine cloudbasierte Anwendung zur Verwaltung von Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen und Ferienparks. Sie greifen über einen Browser darauf zu, ohne lokale Installation. Zu den Funktionen gehört ein Beta-IoT-Modul, das sich über MQTT mit Strom- und Wasserzählern verbindet.

So sieht der Workflow in der Praxis aus:

  1. Zählerablesung: Intelligente Zähler an jedem Stellplatz übertragen Verbrauchsdaten via MQTT an Campsite OS.
  2. Buchungszuordnung: Das System ordnet jeden Zähler dem Stellplatz und der aktuellen Gastbuchung zu.
  3. Verbrauchsverfolgung: Das Rezeptionspersonal kann den Echtzeit- und kumulierten Verbrauch für jeden Stellplatz einsehen.
  4. Checkout-Abrechnung: Beim Checkout berechnet das System die Gesamtverbrauchsgebühr basierend auf dem konfigurierten Einheitspreis und fügt sie der Rechnung hinzu.
  5. Aufgeschlüsselte Rechnung: Der Gast erhält eine klare Aufschlüsselung mit Stellplatzgebühren, Verbrauchsgebühren und weiteren Posten.

Diese Automatisierung entfernt die manuelle Zählerablesung aus dem Tagesgeschäft, reduziert Übertragungsfehler und stellt sicher, dass jede kWh und jeder Liter erfasst wird.

Die IoT-Integration in Campsite OS befindet sich derzeit in der Beta-Phase. Wenn Sie daran interessiert sind, sie auf Ihrem Platz zu testen, können Sie eine Demo anfordern, um zu sehen, wie sie funktioniert und Ihre spezifischen Anforderungen zu besprechen.

Kosten und Amortisation

Die Investitionskosten für ein stellplatzbezogenes Erfassungssystem variieren stark je nach Platzgröße, Technologiewahl und vorhandener Infrastruktur. Kleinere Plätze mit weniger Stellplätzen haben naturgemäß niedrigere Gesamtkosten als große Resorts.

Die Amortisation ergibt sich aus mehreren Quellen:

  • Wiedergewonnene Einnahmen: Verbrauchsbasierte Abrechnung erfasst Einnahmen, die zuvor durch Pauschalpreise verloren gingen.
  • Weniger Streitigkeiten: Transparente Abrechnung bedeutet weniger Beschwerden und weniger Personalzeit für deren Klärung.
  • Geringerer Verbrauch: Wenn Gäste für das bezahlen, was sie nutzen, neigen sie dazu, weniger zu verbrauchen, was die Versorgungskosten des Betreibers senkt.
  • Betriebliche Effizienz: Automatisierte Zählerablesung und Abrechnungsintegration setzen Personalzeit für andere Aufgaben frei.

Für viele Betreiber amortisiert sich das System innerhalb weniger Saisons. Der genaue Zeitrahmen hängt von Platzgröße, aktuellem Preismodell und Gästeverbrauchsmustern ab.


Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Unterzähler und einem Hauptzähler auf einem Campingplatz?

Der Hauptzähler erfasst den gesamten Strom- oder Wasserverbrauch des Campingplatzes und ist die Grundlage für die Versorgungsrechnung des Betreibers. Unterzähler werden an einzelnen Stellplätzen installiert, um den Verbrauch jedes Gastes separat zu erfassen. Die Unterzählerstände werden für die Gästeabrechnung verwendet, während der Hauptzählerstand bestimmt, was der Betreiber an den Versorger zahlt.

Müssen Campingplatzzähler offiziell geeicht sein?

Gehen Sie davon aus, dass ja, bis Ihnen jemand Qualifiziertes etwas anderes sagt: Sobald ein Messwert bestimmt, was ein Gast zahlt, ist die Zertifizierung des Zählers das, was die Gebühr belastbar macht. Lieferanten werden Zertifizierungs- und Nachzertifizierungsintervalle nennen. Bestätigen Sie, was für Ihren Platz gilt, mit einem qualifizierten Berater oder der zuständigen Behörde, bevor Sie sich für Hardware entscheiden.

Kann ein Campingplatz Gästen mehr pro Einheit berechnen, als der Betreiber an den Versorger zahlt?

Betreiber fügen in der Regel einen Aufschlag hinzu, um Verwaltungskosten, Infrastrukturwartung und Amortisation des Erfassungssystems zu decken. Der Weiterverkaufspreis sollte transparent sein. Betreiber sollten etwaige geltende Regelungen mit ihren eigenen Beratern klären.

Was passiert, wenn ein Zähler fehlerhafte Daten erfasst?

Eine Fehlfunktion sollte sofort gemeldet werden. Die Abrechnung sollte für den betroffenen Stellplatz ausgesetzt werden, bis der Zähler repariert oder ersetzt ist. Eine geschätzte Abrechnung basierend auf vergleichbaren Stellplätzen kann als vorübergehende Maßnahme verwendet werden, aber die Gäste sollten informiert werden. Ein Ersatzteilbestand an Zählern reduziert Ausfallzeiten.

Ist Funkerfassung genauso genau wie kabelgebundene Erfassung?

Funkerfassungssysteme sind in Bezug auf die Messung gleich genau; die Genauigkeit ist eine Funktion des Zählers selbst, nicht der Kommunikationsmethode. Der Kommunikationskanal beeinflusst die Zuverlässigkeit der Datenübertragung. Seriöse Funksysteme erreichen hohe Übertragungserfolgsraten in Campingplatz-Außenumgebungen.

Wie unterstützt stellplatzbezogene Verbrauchserfassung das E-Laden auf Campingplätzen?

Das Laden von Elektrofahrzeugen erhöht den Stromverbrauch pro Stellplatz dramatisch. Ohne Einzelerfassung werden die Kosten für das E-Laden entweder vom Betreiber getragen oder auf alle Gäste verteilt. Die stellplatzbezogene Verbrauchserfassung stellt sicher, dass E-Fahrer für die Energie bezahlen, die sie nutzen, was das E-Laden für den Betreiber finanziell tragfähig und für Gäste ohne E-Fahrzeug fair macht.

Kann ich Strom und Wasser mit demselben System erfassen?

Ja. Viele Kommunikationsprotokolle, einschließlich MQTT, unterstützen sowohl Strom- als auch Wasserzähler. Campsite OS kann Messwerte von beiden Zählertypen empfangen und in einer einheitlichen Oberfläche anzeigen, sodass Betreiber beide Medien auf einer einzigen Rechnung abrechnen können.

Was, wenn ich nur einige Stellplätze erfassen möchte?

Teilweise Erfassung ist möglich. Einige Betreiber beginnen mit der Erfassung von Stellplätzen mit höherem Verbrauch, etwa solchen für Wohnmobile oder mit E-Ladepunkten, und erweitern später. Campsite OS kann eine Mischung aus erfassten und nicht erfassten Stellplätzen handhaben und wendet verbrauchsbasierte Abrechnung an, wo Daten verfügbar sind, und Pauschalen anderswo.


Fazit

Der Wechsel von pauschaler Verbrauchsabrechnung zur stellplatzbezogenen Erfassung ist eine der wirkungsvollsten betrieblichen Verbesserungen, die ein Campingplatzbetreiber vornehmen kann. Sie sichert Einnahmen, schafft ein faires und transparentes Gästeerlebnis und positioniert den Platz für die wachsenden Anforderungen von E-Fahrzeug-Besitzern und umweltbewussten Reisenden.

Campsite OS unterstützt diesen Übergang durch seine IoT-Integration, die Strom- und Wasserzähler via MQTT ausliest und Verbrauchsdaten direkt mit Gastbuchungen verknüpft. Das Rechnungsmodul erstellt dann klare, aufgeschlüsselte Rechnungen, die Gäste verstehen und denen sie vertrauen können.

Konkrete nächste Schritte für Betreiber:

  1. Beauftragen Sie eine Bestandsaufnahme, um die aktuelle Strom- und Wasserinfrastruktur zu verstehen und Lücken zu identifizieren.
  2. Klären Sie etwaige lokale Anforderungen für Verbrauchserfassung und Weiterverkauf mit einem qualifizierten Berater.
  3. Fordern Sie Angebote von Erfassungssystem-Lieferanten an und spezifizieren Sie die Anforderungen an die Kalibrierungszertifizierung.
  4. Testen Sie das System an einer Teilmenge von Stellplätzen, bevor Sie es auf dem gesamten Platz einführen, um die Softwareintegration und Gästekommunikation zu prüfen.
  5. Fordern Sie eine Demo von Campsite OS an, um zu sehen, wie die IoT-Integration und der Abrechnungsworkflow Ihr Erfassungsprojekt unterstützen können.
  6. Überprüfen Sie die Tarifstrukturen jährlich und passen Sie sie an Änderungen der Großhandels-Versorgungskosten an.

Die Technologie ist ausgereift, und die wirtschaftlichen Argumente sind überzeugend. Betreiber, die stellplatzbezogene Verbrauchserfassung einführen, gewinnen Kontrolle über ihre Versorgungskosten und bieten Gästen ein Abrechnungsmodell, das unkompliziert und fair ist.

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