Allgemeine Geschäftsbedingungen

Website: campsite-os.de
Version: 7
Erstellt: 02.02.2026, 16:41
Aktualisiert: 13.02.2026, 23:44
Allgemeine Geschäftsbedingungen - Campsite OS

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Anbieter: Campcruisers GmbH
Dienst: Campsite OS (SaaS-Plattform)
Stand: 13. Februar 2026

§ 1 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service (SaaS) Plattform „Campsite OS“ sowie damit verbundener Dienstleistungen zwischen der Campcruisers GmbH, Berliner Str. 21 B, 14612 Falkensee (nachfolgend „Anbieter“ oder „wir“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“ oder „Tenant“).

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB über die Nutzung der SaaS-Software Campsite OS ist ausgeschlossen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt in jedem Fall, beispielsweise auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der AGB des Kunden die Leistung an ihn vorbehaltlos ausführt.

(4) Im Einzelfall getroffene, individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden (einschließlich Nebenabreden, Ergänzungen und Änderungen) haben in jedem Fall Vorrang vor diesen AGB. Für den Inhalt derartiger Vereinbarungen ist, vorbehaltlich des Gegenbeweises, ein schriftlicher Vertrag oder die schriftliche Bestätigung des Anbieters maßgebend.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungen

(1) Campsite OS: Der Anbieter stellt dem Kunden das Property-Management-System „Campsite OS“ als Cloud-Lösung (SaaS) zur Verfügung. Die Software dient der Verwaltung von Campingplätzen, einschließlich Buchungsmanagement, Stellplatzverwaltung, interaktiven Platzkarten, Rechnungswesen und Gästeverwaltung. Der genaue Funktionsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website oder im Admin-Dashboard.

(2) Bereitstellung: Die Software wird auf einer zentralen Serverinfrastruktur (Cloud) gehostet. Der Kunde erhält keinen Zugriff auf den Quellcode. Der Zugriff erfolgt über gängige Webbrowser (z.B. Chrome, Firefox, Safari) über die URL app.campsite-os.de oder eine kundenspezifische Subdomain.

(3) Zusatzleistungen: Je nach gebuchtem Paket (Easy, Professional, Supreme) umfasst die Leistung auch:

(4) Änderungsvorbehalt: Der Anbieter ist berechtigt, die Software weiterzuentwickeln und Funktionen zu ändern, zu erweitern oder einzuschränken, sofern dies für den Kunden zumutbar ist und die Erreichung des Vertragszwecks nicht gefährdet wird. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden rechtzeitig angekündigt.

§ 3 Vertragsschluss und Testphase

(1) Registrierung & Testphase: Die Präsentation der Software auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar. Durch die Registrierung und Erstellung eines Accounts („Tenant“) erhält der Kunde zunächst die Möglichkeit, die Software für einen Zeitraum von 14 Tagen kostenlos zu testen (Trial-Phase). Der Vertrag über die Testphase kommt mit der Freischaltung des Zugangs zustande.

(2) Vertragsschluss (Abonnement): Nach oder während der Testphase kann der Kunde ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Durch Auswahl eines Pakets und Eingabe der Zahlungsdaten im Checkout-Prozess gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Buchung per E-Mail bestätigt oder den Zugang über den Testzeitraum hinaus freischaltet.

(3) Ablauf der Testphase: Erfolgt kein Abschluss eines Abonnements, endet der Zugang automatisch nach Ablauf der 14 Tage („expired“). Eine automatische Umwandlung in ein kostenpflichtiges Abo findet ohne aktives Zutun des Kunden nicht statt.

§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Preise: Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise gemäß der Preisliste in den „PlatformSettings“ bzw. im Checkout-Prozess. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise in Euro zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Zahlungsabwicklung: Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe, Inc. Akzeptierte Zahlungsmethoden sind Kreditkarte und SEPA-Lastschrift. Der Kunde ermächtigt Stripe, die fälligen Entgelte (monatlich oder jährlich im Voraus) von dem angegebenen Zahlungsmittel einzuziehen.

(3) Fälligkeit und Verzug: Die Nutzungsgebühren sind jeweils zu Beginn des Abrechnungszeitraums fällig. Gerät der Kunde in Zahlungsverzug (z.B. durch Rücklastschrift oder fehlende Deckung), ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software vorübergehend zu sperren („past_due“ Status), bis die Zahlung erfolgt ist. Für den Verzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB).

(4) Rechnungsstellung: Der Kunde erhält Rechnungen auf elektronischem Weg (per E-Mail oder Download im Kundenportal). Das Zahlungsziel bei Rechnungszahlung (sofern vereinbart) beträgt 14 Tage.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Laufzeit: Soweit im Bestellprozess nicht anders angegeben (z.B. monatliche Zahlweise), beträgt die Mindestvertragslaufzeit 24 Monate.

(2) Kündigung: Der Vertrag kann von beiden Parteien mit einer Frist von 1 Tag zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt werden. Die Kündigung kann durch den Kunden direkt im Admin-Dashboard („Settings“ → „Subscription“ → „Verwalten“) über das Stripe-Kundenportal erfolgen.

(3) Automatische Verlängerung: Wird der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt, verlängert er sich nicht automatisch (gemäß Kundenangabe "Automatische Verlängerung: Nein"). Hinweis: Da SaaS-Verträge üblicherweise Dauerschuldverhältnisse sind, endet der Zugang mit Ablauf der festen Laufzeit, sofern keine aktive Verlängerung erfolgt.

(4) Außerordentliche Kündigung: Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde mit der Zahlung der Entgelte für mehr als zwei Monate in Verzug ist oder gegen wesentliche Pflichten dieser AGB verstößt.

(5) Datenherausgabe bei Vertragsende: Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses wird der Zugang des Kunden deaktiviert. Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten (Gästelisten, Rechnungen etc.) vor Vertragsende mittels der Export-Funktionen zu sichern. Der Anbieter löscht die Daten des Kunden 30 Tage nach Vertragsende unwiederbringlich, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

§ 6 Pflichten und Obliegenheiten des Kunden

(1) Zugangsdaten: Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (Benutzername, Passwort, API-Keys) geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Er haftet für alle Aktivitäten, die unter Verwendung seines Accounts vorgenommen werden, es sei denn, er hat den Missbrauch nicht zu vertreten.

(2) Rechtmäßige Nutzung: Der Kunde versichert, dass er die Software nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen nutzt. Er ist insbesondere dafür verantwortlich, dass die von ihm verarbeiteten Daten (insb. Gästedaten) im Einklang mit der DSGVO und anderen relevanten Gesetzen erhoben und genutzt werden. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Software durch den Kunden beruhen.

(3) Systemanforderungen: Der Kunde ist für die Bereitstellung der notwendigen Hardware und Internetverbindung zur Nutzung der Cloud-Software selbst verantwortlich.

(4) E-Mail-Versand: Soweit der Kunde den E-Mail-Versand über eigene SMTP-Server konfiguriert, ist er allein für die Zustellbarkeit und den Inhalt der E-Mails verantwortlich. Nutzt der Kunde die Plattform-Dienste für den Versand (z.B. via Resend), verpflichtet er sich, keine unerwünschten Werbe-E-Mails (Spam) zu versenden.

§ 7 Verfügbarkeit und Service Level Agreement (SLA)

(1) Verfügbarkeit: Der Anbieter gewährleistet eine Verfügbarkeit der SaaS-Dienste von 99% im Jahresmittel. Ausgenommen sind Zeiten, in denen die Server aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter etc.), nicht zu erreichen sind.

(2) Wartungsarbeiten: Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb der Hauptnutzungszeiten durchgeführt und dem Kunden vorab angekündigt. Diese Zeiten gelten nicht als Ausfallzeiten im Sinne des SLA.

(3) Support: Der Umfang des Supports richtet sich nach dem gebuchten Paket. Supportanfragen sind über das Ticket-System oder per E-Mail zu stellen.

§ 8 Gewährleistung und Haftung

(1) Gewährleistung: Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte des Mietrechts (§§ 536 ff. BGB). Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel gemäß § 536a Abs. 1, 1. Alt. BGB wird ausgeschlossen.

(2) Unbeschränkte Haftung: Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Ebenso haftet er unbeschränkt bei Arglist und Garantieversprechen sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(3) Beschränkte Haftung: Im Falle leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Kardinalpflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren und vertragstypischen Schaden begrenzt.

(4) Haftungshöchstgrenze: Die Haftung für leicht fahrlässige Verletzungen von Kardinalpflichten ist auf die Höhe der vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor Eintritt des schädigenden Ereignisses gezahlten Entgelte (Vertragswert/Jahresbeitrag) beschränkt.

(5) Datenverlust: Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur insoweit, als der Kunde durch regelmäßige und gefahrentsprechende Datensicherung (Export) sichergestellt hat, dass die Daten mit vertretbarem Aufwand rekonstruiert werden können, es sei denn, der Anbieter hat die Datensicherung als explizite Hauptleistung übernommen.

§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Die Parteien beachten die geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere die DSGVO.

(2) Soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter (z.B. seiner Gäste) in der Software verarbeitet, agiert der Anbieter als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO. Die Parteien schließen hierzu eine gesonderte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) ab, die Bestandteil dieses Vertrages ist.

(3) Der Anbieter nutzt zur Erbringung der Leistung Unterauftragsverarbeiter (z.B. Stripe für Zahlungen, Resend für E-Mails, Hosting-Provider). Der Kunde stimmt dem Einsatz dieser Dienstleister generell zu, sofern das Datenschutzniveau gewahrt bleibt.

§ 10 Besondere Bestimmungen für Plattform-Dienste (DSA / P2B)

Dieser Abschnitt gilt ergänzend, sofern Campsite OS als Online-Vermittlungsdienst (Marktplatz/Plattform) agiert, über den der Kunde Verträge mit Verbrauchern abschließt (z.B. über das integrierte Buchungswidget oder angeschlossene Portale wie Campnerd).

(1) Rolle des Anbieters: Der Anbieter stellt lediglich die technische Infrastruktur zur Vermittlung von Buchungen bereit. Der Vertrag über die Beherbergung oder Vermietung kommt ausschließlich zwischen dem Kunden (Campingplatzbetreiber) und dem Gast zustande.

(2) Ranking (P2B-Verordnung): Sofern der Anbieter eine Suchfunktion für Endkunden bereitstellt, werden die Suchergebnisse standardmäßig nach Entfernung zum Zielort sortiert. Weitere Sortierparameter (Preis aufsteigend/absteigend) können vom Nutzer gewählt werden. Bezahlte Rankings oder eine Vorzugsbehandlung gegen Entgelt finden nicht statt, es sei denn, dies wird explizit gekennzeichnet.

(3) Internes Beschwerdemanagementsystem (DSA): Der Anbieter stellt ein internes System zur Bearbeitung von Beschwerden gemäß Art. 20 DSA bereit. Beschwerden können elektronisch über das Kontaktformular eingereicht werden und werden zeitnah, diskriminierungsfrei und sorgfältig bearbeitet.

(4) Moderation und Sperrung: Der Anbieter behält sich das Recht vor, Inhalte des Kunden (z.B. Inserate, Bilder), die gegen geltendes Recht oder diese AGB verstoßen, zu sperren oder zu entfernen. Der Kunde wird über eine solche Maßnahme und die Gründe hierfür unverzüglich informiert (Begründungspflicht).

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Anwendbares Recht: Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Gerichtsstand: Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Falkensee, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die Parteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

Haftungsausschluss: Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. Sie ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Für eine rechtssichere Prüfung wird die Konsultation eines Fachanwalts empfohlen.